+49 (0) 89 339972-30 esg.lmu@esg.uni-muenchen.de

Termin Details

100 Milliarden
Installation von Miriam Ferstl (Erde, Glas, Fotografien)

Die Evangelische Kirche in der Region München öffnet ihre Räume vier Wochen lang der zeitgenössischen Kunst und der neuen Musik. Dadurch entstehen Orte, an denen Kirche, Theologie und Glaube mit heutiger Kunst in Dialog treten können. Reibung und Resonanzen sind dabei gewollt und erwünscht.

Die ESG der LMU beherbergt in der Zeit von 9. Oktober bis 6. November 2019 Werke von Miriam Ferstl (*1986 im Oberpfälzer Wald), die eigens für diesen Ort (Raum 01 und Saal) konzipiert wurden.

Die Schnittstelle zwischen Wissenschaft, Philosophie und Kunst ist der Ausgangspunkt der Arbeit von Miriam Ferstl, die uns „Welten“ entdecken lässt, die dem menschlichen Auge normalerweise verborgen bleiben.

Manchmal ist es ein ungewöhnlicher Blick, der uns Neues aufzeigt. So war eines ihrer ersten großen Kunstprojekte eine fotografische Arbeit zu Kronleuchtern in sakralen Räumen verschiedener Länder und Religionen, die Zeugnis ablegen von menschlicher Kreativität. Besonders interessant ist dabei, dass die geometrische Anordnung der Leuchter an den Aufbau von Kleinstorganismen und natürliche Wachstumsprozesse erinnert. Die Entdeckung unserer Welt findet aber auch über den Blick in das Mikroskop statt und die Transformation natürlicher, mikroskopisch kleiner Formen in Glasskulpturen. Die strukturelle Entsprechung von Mikro- und Makrokosmos wird durch ihre künstlerischen Arbeiten neu erfahrbar, wobei dem Betrachter die Grenzen des menschlichen Wahrnehmens vor Augen geführt werden.

Für die artionale entsteht ein fotografisches Projekt, das Aufnahmen von Mikroorganismen, Glasskulpturen und Kronleuchtern nebeneinander präsentiert. Für eine Rauminstallation sammelt die Künstlerin zudem mit Hilfe der Bewohner und Mitarbeiter der ESG Erde(n) aus deren Heimatorten und entwickelt aus diesen unterschiedlichen Proben eine künstlerische Arbeit.