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Die Kadazandusun sind eine der größten traditionellen Volksgruppen in Sabah, die sich in mehrere Untergruppen aufteilt. Sie sind überweigend katholisch oder evangelisch und leben weitgehend von Landwirtschaft und Handel. Am Rande Kota Kinabalus wurde jetzt ein neues Kulturzentrum eröffnet, in dem vor allem Häuser der verschiedenen Völker Sabahs gezeigt werden, von den Longhäusern der Rungus im Norden bis zu den Gemeinschaftshäusern der Murut, die wir schon vorher im Dorf gesehen hatten. In den Häusern hängen Fotos aus früheren Zeiten, so z.B. der Murut um 1909:
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Auch die typische Kleidung wird gezeigt, hier die Festkleidung der Kadzandusun Frauen:
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Die Stickereien und Aufsätze sind alle handgearbeitet und die silbernen Knöpfe sind mehr als 80 Jahre alt.
Dem westlichen Besucher fällt auf, dass es in den traditionellen Häusern keine Möbel gibt, das Leben spielt sich auf dem Boden ab, wo auch die Schlafmatte ausgerollt wird. Für die Älteren gibt es auch geflochtene Betten. Die Küche bestand aus einer offenen Feuerstelle in einem Anbau.

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Wir hatten den Eindruck, dass dieses Kulturzentrum noch ausbaufähig ist. Viele Hütten waren geschlossen oder leer, in anderen waren Fotos. Sicher könnte man mit Körben, Netzen, Spielzeug, Waffen noch bessere Eindrücke vom früheren Leben geben, so wie das etwa das schöne Museum in Kuching in Sarawak vermag.
Dafür werden den Besuchern drei traditionelle Tänze verschiedener Völker vorgeführt und sie anschließend zum Mittanzen aufgefordert.
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