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Die staatliche Universität von Borneo, Universiti Malaysia Sabah, hat ungefähr 15.000 Studierende in 10 Fakultäten und liegt ein einem wunderschönen grünen und groß angelegten Campus im Norden der Hauptstadt Sabahs Kota Kinabalu. 1994 gegründet war sie vor allem als Universtät für die Jugend der beiden Bundesländer Sabah und Sarawak in Borneo gedacht. Doch schaffen es die meisten Einheimischen nicht zu studieren, so dass die meisten Studenten aus der Halbinsel Malaysia kommen, also Malaien oder Chinesischer Herkunft sind. Die Studiengebühren für Einheimische betragen nur 250 bis 350 Euro pro Semester und die Unterkunft in den Studentenwohnheimen ist sehr günstig. Die Unterrichtssprache ist Englisch und alle Studenten müssen eine zweite Fremdsprache lernen, wobei viele auch noch Englischkurse nehmen müssen. Die Uni hat einen eigenen Badestrand, Fähranleger und von der von uns benutzten Mensa schaut man über die Bucht auf die Inseln, ist das nicht ein Studienparadies?
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Unsere Gesprächspartner waren Dozenten und Studenten des Instituts für Marinebiologie. Der Klimawandel ist auch dort ein großes Thema ebenso wie die Meeresverschmutzung. Allerdings ist die Kenntnis und vor allem das Interesse und Engagement in Bezug auf Maßnahmen gegen Kohlendioxidemissionen oder auch nur des einfachen Umweltschutzes in der Bevölkerung viel weniger entwickelt als bei uns. Viele der großen Meeresfische wie Haie, der Walhai, die Meereskuh oder die Meeresschildkröten sind in ihrem Bestand gefährdet und werden trotzdem zum Teil weiter getötet. Oft sterben Schildkröten zum Beispiel an menschlichem Palstikmüll, den sie fressen. Im Meer sieht man überall Plastiktüten und Plastikmüll herumschwimmen.
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Eine der gefährdeten jungen Meeresschildkröten im Aquarium der UMS.

Deshalb ist es eine Aufgabe des Insitutes, große eßbare Fische zu züchten und modellhafte Fischfarmen anzulegen, in denen Studierende und Fischfarmer die Aufzucht von Meeresfischen lernen.

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